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authorbacuh <bacuh@riseup.net>2011-05-22 00:21:41 (GMT)
committer bacuh <bacuh@riseup.net>2011-05-22 00:21:41 (GMT)
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## Warum uns das Bestehende nicht reicht ##
Auf die Frage, warum wir uns nicht mit [[bestehenden Räumen|bestehende_räume]] zufrieden geben wollen antwortete eine Mitstreiterin/ein Mitstreiter folgendes:
> Was dieses Projekt - oder zumindest das, was ich mir drunter vorstell - von linken Treffpunkten oder Kneipen unterscheidet, ist der Anspruch eine „Keimform“ für eine solidarische, befreite Gesellschaft sein zu wollen, also der Anspruch, einen emanzipatorischen Entwicklungsprozess zu begünstigen und Teil eines - auf lange Sicht hoffentlich systemtransformierenden - Wandels zu sein. Um mit so einem Projekt konkret einen emanzipatorischen, revolutionären Prozess zu unterstützen, fallen mir als zentrale und wichtige Möglichkeiten ein:
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> 1. **Politische Bildungsarbeit und Diskussion:** Hier würde ich zwei Aspekte unterscheiden. Zum einen wird es die Menschheit nicht viel weiterbringen, wenn Ideen und Vorschläge, wie Zusammenleben irgendwie viel besser gestaltet werden könnte, nur in einem gesellschaftlich marginalisiertem Teil, nämlich der „radikalen Linken“, ausgetüftelt und diskutiert werden... unbemerkt von der Öffentlichkeit. Was also in meinen Augen wichtiges Moment politischer Agitation ist, ist der Versuch breiten Teilen der Bevölkerung die systemimmanenten Unsinnigkeiten und Probleme auch als solche erkennbar zu machen und damit eine Perspektive zu motivieren, das alles zu überwinden. Um sowas überhaupt zu machen oder besser zu machen halt ich ein Hausprojekt oder ähnliches als Backgroundstruktur für sinnvoll. Der zweite wichtige Punkt ist, selbst genügend Kompetenz für derartige Aufklärung zu erwerben und generell sich selbst weiterzubilden und auch eigene Analysen und Ideen kritisch zu reflektieren. Generell würde ich mir viele politische Veranstaltungen wünschen, sei es ein kleines Treffen von drei Leuten die einen Text diskutieren wollen, sei es ein Seminar einer auswärtigen Gruppe (Junge Linke, ums Ganze, …) oder was auch immer.
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> 2. **Selbstorganisation erlernen und anwenden**: Zur Begriffsklärung greif ich auf die Formulierung eines Freundes zurück: „Mit dem Begriff Selbstorganisation verbinden heute viele die Bedeutung, die der Begriff durch die Systemtheorie und in der Betriebswirtschaft erhalten hat. Selbstorganisation kann aber auch soziale Prozesse beschreiben, in denen Menschen Projekte oder Prozesse jenseits von hierarchischen Befehls- und Kontrollstrukturen organisieren. Um diese Form von Selbstorganisation geht es hier. Es gibt in der Geschichte und im täglichen Leben zahlreiche Beispiele für selbstorganisierte Prozesse. Selbstorganisierung meint den schrittweisen Ausstieg aus kapitalistischer Reproduktion, d.h. den Abbau der Zwänge der Verwertungslogik und den Aufbau praktikabler "Alternativen im Alltag". Die Grundfrage lautet nicht, woher das Geld kommt, sondern wie es auch ohne geht und dennoch ein gutes Auskommen für die einzelnen ermöglicht wird, ohne dass der Schritt zur Selbstorganisation ein Schritt zurück in die Steinzeit ist. Selbstorganisation bedeutet auch, Entscheidungen unter der Teilnahme und im Konsens aller direkt und indirekt davon betroffenen zu treffen.“ Exemplarisches Vorleben von z.B. gemeinschaftlicher Nutzung von Ressourcen und solidarischem Miteinander kann dabei eine Vorbildfunktion erfüllen. Konkret würde ich sagen, da fallen zum Beispiel so Sachen darunter wie das Betreiben einer gemeinsamen Werkstatt, gemeinschaftlich genutzte Computerräume, VoKü (vielleicht auch mal containern), Nachhilfeangebote usw., wobei eben überall Menschen einfach so kommen können wenn sie Hilfe oder die entsprechende Infrastruktur brauchen. (weitere Ideen?) --> ist halt nicht einfach das irgendwie selbsttragend und unkommerziell zu gestalten im Rahmen des Kapitalismus und erfordert viel Zeit und Engagement von vielen Leuten.
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> 3. **Plattform für Vernetzung und Plena** politischer Gruppen: Ist immer gut :-)
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> 4. To be continued… **d.i.y.**
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